Stoffi FAQ's

Wie versprochen möchte ich im heutigen Beitrag über die häufigsten Fragen bei der Verwendung mit Stoffwindeln eingehen. Es handelt sich um dabei um Fragen die ich mir selbst gestellt habe, Fragen die aus dem Bekanntenkreis kommen und jene die im Internet diskutiert werden.

 

Ist das nicht viel mehr Aufwand als mit Wegwerfwindeln?

Da ich in der Zeit im Krankenhaus selbst mit klassischen Wegwerfwindeln „angelernt“ wurde und zu Hause mit den Stoffwindeln begonnen habe, kann ich beide Varianten, zumindest aus meiner Sicht, gut vergleichen. Ehrlich gesagt, war ich anfangs bei dem Thema Stoffwindeln sehr skeptisch, aber meine Befürchtungen waren nach dem Einsatz der ersten Stoffwindel weg.

 

Der einzige Unterschied für mich war der, dass bei den „Stoffis“ vier Klettverschlüsse (wir verwenden ein System mit Überhose) zu verschließen sind und nicht wie bei den Wegwerfwindeln lediglich zwei. Natürlich bleibt bei den Stoffwindeln das Waschen und Trocken als zusätzlicher Aufwand, aber wenn man die Sache zu Ende denkt ist es auch einiger Aufwand den Müll mit den dreckigen Einwegwindeln ständig rauszutragen und die Windeln müssen auch ständig (um teures Geld) nachgekauft werden. Fazit: Für mich stellen die Stoffwindeln keinen Mehraufwand dar (aber ich bin bei uns auch nicht fürs Wäschewaschen zuständig :)  …)

 

Sind Stoffwindeln wirklich besser für die Umwelt?

Ein Erlebnis, dass mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat war, als ich in den ersten Tagen nach der Geburt im Krankenhaus das Wickeln übernommen habe und wir innerhalb von 24 h einen ganzen Eimer mit Windeln und Feuchttüchern vollgemacht haben (ich hab zwar nicht nachgezählt, aber es müssen wohl um die 10 Windeln gewesen sein). Wenn man bedenkt, dass ein Kind ca. 3 Jahre gewickelt wird kommt hier echt viel Restmüll zusammen, der auch noch richtig unangenehm riecht. Bei den Stoffwindeln landet hingegen nur ein dünnes Vlies als „Abfall“ in der Toilette.

 

Im Internet wird oft darüber diskutiert, dass der Effekt des Müllsparens durch den Wasser- und Stromverbrauch beim Waschen zunichte gemacht wird. Aber es reicht vollkommen mit 40° oder 60° Grad zu waschen und moderne Waschmaschinen brauchen heute nicht mehr viel Strom und Wasser. Dem gegenüber steht die Tatsache dass eine Windel 500 Jahre braucht um zu verrotten und dass Fäkalien im Restmüll auch nicht unbedenklich sind, darüber hinaus müssen die Einwegwindeln regelmäßig gekauft werden und hierfür verwenden die meisten auch ein Auto… Daher bin ich absolut überzeugt, dass wir mit den Stoffwindeln etwas Gutes für die Umwelt tun.

 

Nächstes Mal möchte ich über weitere FAQs schreiben – und zwar:

  • Kann man sich mit den Stoffwindeln wirklich Geld sparen? Und wenn ja, wie viel?
  • Welche Vor- und Nachteile haben die Stoffwindeln fürs Baby?

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Kommentare: 1
  • #1

    Anika (Dienstag, 01 März 2016 13:20)

    Nur als kleine Info!
    Oftmals wird noch das Argument gebracht-das der meiste Müll in die Verbrennung geht und dann ja neue Energie daraus entsteht.
    Aber kein Mensch interessiert sich für den Sondermüll, der bei der Müllverbrennung entsteht. Das der nur in Fäser gepackt und irgendwo unter der Erde eingelagert wird, interessiert niemanden!
    Aus den Augen aus dem Sinn!