Stoffi FAQ Teil 2

Heute möchte ich die im letzten Beitrag angesprochenen Fragen

  • „Kann man mit Stoffwindeln Geld sparen?“
    und
  • „Welche Vor- und Nachteile haben Stoffwindeln fürs Baby?“

behandeln und meine bisherigen Erfahrungen schildern:

 

 

Kann man mit Stoffwindeln Geld sparen? Und wenn ja, wie viel?

 

Ich habe mich zu dem Thema vorab im Netz schlau gemacht und komischerweise gibt es hier sehr unterschiedliche Meinungen. Was mich eigentlich sehr gewundert hat, weil ja der ökonomische Nutzen eines wiederverwendbaren Produkts gegenüber dem eines Wegwerfprodukts klar auf der Hand liegen sollte.

 

Darum habe ich selbst mal den Rechenstift gespitzt und bin auf folgende Rechnung gekommen:

 

Als Basis habe ich angenommen, dass wir pro Tag (und Nacht) im Schnitt 5 Stk. Windeln brauchen.

Das sind also 1825 Wicklungen pro Jahr – (Babys kennen ja leider keine Wochenenden oder Feiertage…). 

 

Wegwerfwindeln kosten von 14 bis 25 Cent pro Stück – je nachdem ob man sich für ein günstiges Produkt oder den Marktführer entscheidet. Bedeutet: wir liegen bei jährlichen Kosten zwischen 

€ 274 und € 548. Dazu kommen noch die Feuchttücher (zwischen 2 und 4 Cent pro Stück) von denen wir etwa 2 Stk. pro Windelwechseln brauchen. Das sind also nochmals zwischen € 70 und € 140. Sprich wir haben Kosten zwischen ca. € 350 und € 690.

 

Für unser neues Stoffwindelpaket (20 Windeln + Einlagen + Überhosen in versch. Größen + Einlagen Vlieseinlagen für ein Jahr + Eimer + Wäschesack + Wetbags + weiteres Zubehör) gesamt € 440 bezahlt rechnet man noch die Kosten für den Waschgang (ca. € 1 in unserer A++ Waschmaschine bei ca. 2 Waschgängen pro Woche) kommen nochmals ca. € 100 dazu, für unsere wiederverwendbaren Moltontücher zum Saubermachen haben wir für 40 Stk knapp über € 50 bezahlt. Somit liegen wir bei knapp € 600.

 

Das bedeutet, dass wir (angenommen man verwendet hochwertige Wegwerfwindeln) die Ausgaben im 1. Jahr gleich sind. Aber die wenigsten Kinder sind nach dem 1. Jahr sauber und während die jährlichen Kosten bei den Wegwerfwindeln gleich bleiben, fallen für die Stoffies nur noch laufende Kosten fürs Waschen + Vlieseinlagen an – das sind grob gerechnet € 200. Zumindest gilt das für unsere Modelle, da diese quasi mit dem Baby „mitwachsen“.

 

Fazit: Mehrkosten bei der Anschaffung von Stoffwindeln sind nach dem ersten Jahr wieder reingespielt – jedes weitere „Windeljahr“ spart man sich 200 bis 500 Euros – nicht schlecht oder? Und wer dann noch ein 2. oder 3. Kind in Planung hat spart natürlich weiter… Außerdem gibt’s für Stoffwindeln auch einen „Second-hand-Markt“ – unser Set wird dort zwischen € 150 und € 200 angeboten, also etwa ein Drittel bis die Hälfte des Kaufpreises. Daher bin ich sicher, dass man bei der Verwendung von Stoffis immer Geld sparen kann.

 

Welche Vor- und Nachteile haben Stoffwindeln für Babys?

 

Also vorweg aus meinen bisherigen Erfahrungen mit unserer Kleinen und den Stoffwindeln, kann ich nur sagen, dass sie kaum weint oder schreit wenn sie gewickelt wird – das war in der ersten Woche als ich mit Pampers und dazugehörigen Feuchttüchern gewickelt habe ganz anders. Also subjektiv betrachtet scheint sie die Stoffis zu mögen. Obwohl es schon vorkommt dass die richtig ordentlich nass sind bevor sie gewechselt werden. Das Saubermachen mit den selbstgemachten Feuchttüchern, die ich vorher kurz ins warme Wasser tunke, funktioniert ebenfalls sehr gut und ohne Reklamieren der kleinen Prinzessin. Und das Wichtigste: Ich konnte bisher noch nie einen geröteten oder entzündeten Popo feststellen – das war in der ersten Zeit mit den Pampers-Feuchttüchern anders: Ein riesen Geschrei und schon nach ein paar Tagen eine leichte Rötung am Babyhintern.

 

Soweit meine persönlichen Erfahrungen. Untersuchungen haben darüber hinaus gezeigt, dass Stoffwindeln (aufgrund der leichten Spreizstellung im Hüftgelenk) sich positiv auf die Hüftgesundheit des Kindes auswirken. Außerdem kommt die Haut an den sensiblen Körperstellen des Babys nur mit organischer Baumwolle und Wasser anstatt mit chemischen Stoffen und Papier und Zellulose in Berührung. 

 

Mein persönliches Resümee:

Nachdem immer mehr Studien zeigen welche negative Auswirkungen der Kunststoff und Einsatz chemischer Stoffe in allen Bereichen unseres Lebens, auf die Gesundheit haben kann – ist allein das für uns schon Grund genug gewesen uns für Stoffwindeln zu entscheiden. Aber auch die anderen Argumente die ich bereits angeführt habe sprechen für die ökologischere, ökonomischere und gesundheitlich bessere Alternative zur Wegwerfwindel. Einziger „Nachteil“ ist für mich die Einbuße eines vermeintlichen Komforts. Da ich aber ohnehin der festen Überzeugung bin, dass das wahre Leben erst außerhalb der Komfortzone beginnt – gibt es für mich eigentlich keine Nachteile sondern nur Vorteile bei der Nutzung von Stoffwindeln.

 

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Kommentare: 9
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